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Das Neueste

Bei­trag vom 26.06.2021

Debüt-Album, eigenes Studio und HEIL!Kräuter — schönes Portrait in der Süddeutschen Zeitung

Ver­ra­ten sei schon jetzt: In den elf Chan­sons sei­nes Debüt­al­bums wid­met sich Bes­sel auch zeit­kri­ti­schen The­men wie SUVs, dem Münch­ner Mie­ten­pro­blem oder der Stal­ker-The­ma­tik. Ein Blä­ser­trio bringt einen Jazz­touch in den Sound hin­ein, Schlag­zeu­ger Ste­fan Noel­le sorgt für den rich­ti­gen Groo­ve, Alex­an­dra Cum­fe hat mit Bes­sel in guter alter Fred­dy-Mer­cu­ry-Manier’ die Chö­re eingesungen.”

Süd­deut­sche Zei­tung, 18.06.2021

Ange­la Boschert hat mich für die SZ inter­viewt und her­aus­ge­kom­men ist die­ses sehr schö­ne Por­trait mit einem Über­blick mei­ner aktu­el­len Pro­jek­te: das Pro­gramm HEIL!Kräuter” über Kaba­rett zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus, wel­ches ich gemein­sam mit dem Kaba­ret­tis­ten Sebas­ti­an Schla­gen­hau­fer auf die Büh­ne brin­ge, mein klei­nes, aber fei­nes Auf­nah­me-Stu­dio und natür­lich mein Debüt-Album. Hier gehts zum gan­zen Artikel.

Bei­trag vom 24.11.2020

Debut-Album kommt!

Die Lie­der zum Fest­hal­ten” erschei­nen bei Don­ner­wet­ter-Musik” in Koope­ra­ti­on mit Kon­stan­tin Weckers Ver­lag: Sturm & Klang”. Es heißt, er habe das Album mit den Wor­ten: Das machen wir!” abge­seg­net. Ich freu mich, dass die Lie­der damit eine gute Hei­mat gefun­den haben.

Wir sind dabei die Ver­öf­fent­li­chung vor­zu­be­rei­ten, aber bis dahin ist noch ein Stück Weg zu gehen, obwohl das wich­tigs­te — die Musik — fer­tig ist. Ich möch­te mich schon jetzt bei mei­nen musi­ka­li­schen Mit­strei­tern bedan­ken, die das Album mit ihrem Kön­nen und ihrer Inspi­ra­ti­on berei­chert haben. Als da sind:

Ste­fan Noel­le (Per­cus­sion), Chris Hal­ler (Sax), Karl Leher­mann (Flü­gel­horn), Roman Sla­dek (Posau­ne), Alex Cum­fe (Chö­re) und Stern­chen” als Duettpartnerin.

Pro­du­ziert haben Ste­fan Gien­ger im Mas­ter­mix” in Unter­föh­ring, Chris Hal­ler im Hid­den Peak” in Mün­chen und Chris­toph Sti­ckel im CS-Mas­te­ring” in Wien. Es war mir eine Ehre!

Bei­trag vom 01.11.2020

SZ über die Operation HEIL!kräuter”

Sebas­ti­an Schla­gen­hau­fer und Ramon Bes­sel gestal­ten einen beein­dru­cken­den Abend. Am Ende weiß man nicht, was man mehr loben soll: Den gekonn­ten Gesang, die über­zeu­gen­de Dar­stel­lung oder doch die klu­ge Aus­wahl der höchst unter­schied­li­chen Stücke?”

Süd­deut­sche Zei­tung, 01.11.2020

 

  Foto: Chris­ti­an Endt

Wir freu­en uns über die Kri­tik Unver­ges­se­ne Wort­künst­ler” von SZ-Redak­teu­rin Michae­la Pelz, die sich unse­re zwei­te Vor­stel­lung der Ope­ra­ti­on HEIL!kräuter” in Markt Schwa­ben ange­se­hen hat.

Bei­trag vom 09.10.2020

Premiere am 09.10.2020 im Hofspielhaus München

Im Herbst 2019 klin­gel­te das Tele­fon und mein geschätz­ter Kol­le­ge Sebas­ti­an Schla­gen­hau­fer erzähl­te mir von sei­ner Idee für ein neu­es span­nen­des Info­tain­ment Pro­gramm mit Lie­dern und Tex­ten von muti­gen Kaba­ret­tis­ten aus der Zeit zwi­schen 1933 und 1945. Er bat mich dafür acht Lie­der, die wir teil­wei­se nur in Text­form oder auf alten Auf­nah­men fan­den, zu bear­bei­ten oder neu zu ver­to­nen. Ich war sofort begeis­tert und mach­te mich an die Arbeit. Kurz dar­auf ver­setz­te der Log­down I das Pro­jekt ins Coma und wir stell­ten die Arbeit vor­über­ge­hend ein.

Die uner­schüt­ter­li­che Chris­tia­ne Brammer vom Hof­spiel­haus Mün­chen weck­te das schla­fen­de Kind dann im Sep­tem­ber 2020 unsanft auf und bestand auf der Durch­füh­rung unse­rer Pre­mie­re am 09.10.2020. Also raus aus der Lethar­gie und ran an Kla­vier und Schreib­tisch… Es war eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Humor im Ange­sicht von Ter­ror und Schre­cken”. Eine Arbeit, die uns nach­hal­tig mit Aner­ken­nung und Respekt vor dem Mut und der Uner­schüt­ter­lich­keit vie­ler heu­te teil­wei­se ver­ges­se­ner Kaba­ret­tis­ten und Kaba­ret­tis­tin­nen erfüllt hat, die sich dem geis­ti­gen Anschlag auf das Nazi-Regime” ver­schrie­ben. Was dabei ent­stan­den ist beschrei­ben wir so:

 

Ope­ra­ti­on HEIL!Kräuter

Der Herr Hit­ler kann froh sein, dass er nicht Kräu­ter heißt. Sonst müss­ten wir immer Heil Kräu­ter rufen“, so soll es Karl Valen­tin in den 1940er Jah­ren auf der Büh­ne gesagt haben. Ein Scherz, der zu Zei­ten des drit­ten Reichs nicht unge­fähr­lich war.
Doch trotz allem Druck und aller Gefahr, zahl­rei­che Kaba­ret­tis­ten schaff­ten es, das Nazi­re­gime offen oder zwi­schen den Zei­len zum Gegen­stand ihrer Sati­re zu machen. Nicht weni­ge wur­den des­halb mit einem Berufs­ver­bot belegt, was aller­dings noch die glimpf­li­che Vari­an­te war. Eini­ge lan­de­ten hin­ge­gen auch in den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern und selbst dort ver­such­te man­cher noch, sei­ner Kri­tik mit Humor ein Sprach­rohr zu geben. Wie­der ande­re Künst­ler, meist mit jüdi­scher Her­kunft, ver­lie­ßen Deutsch­land, anfangs nach Öster­reich, was aller­dings nur einen kur­zen Auf­schub dar­stell­te. So fin­den sich deut­sche Kaba­ret­tis­ten ab Ende der 30er Jah­re in aller Welt ver­streut. Aus der Not her­aus und trotz sprach­li­cher Bar­rie­ren ent­stan­den dadurch sogar deut­sche Kaba­rett­ensem­bles her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät in vie­len Tei­len Euro­pas und sogar in New York!

In Ope­ra­ti­on HEIL!Kräuter“ prä­sen­tiert Sebas­ti­an Schla­gen­hau­fer in einem beweg­ten Rei­gen aus­ge­wähl­te Chan­sons, Tex­te und kur­ze Sze­nen aus Büh­nen­pro­gram­men ver­schie­de­ner muti­ger Kabarettist/innen die­ser dunk­len Zeit, von den Mün­che­ner Nach­rich­tern um Hel­mut Käut­ner über Wer­ner Finck, krea­ti­ver Kopf der Ber­li­ner Kata­kom­be, dem Wie­ner Wer­kel bis hin zum Exil­ka­ba­rett in den USA. Ergänzt wird das Pro­gramm um Hin­ter­grün­de zum Leben, Wir­ken und Schick­sal der Akteu­re. Am Kla­vier sin­gend beglei­tet Ramon Bes­sel die Revue und lässt die 30er Jah­re musi­ka­lisch leben­dig werden.

Ein Büh­nen­pro­gramm der Zeit­ge­schich­te – humor­voll und bewe­gend zugleich!